Über das Projekt


Ich habe ein Projekt über die Körpersprache angefangen,

wobei die Teilnehmer dieses Tanz-Theater-Workshops die Schmerzen des Körpers und der Seele tanzen und darstellen.


Vor einiger Zeit hat mein Körper unter unerklärbaren Schmerzen gelitten. Nach meiner Begegnung mit dem Butoh-Tanz und dem Meister Tadashi Endo hat mein Körper gelernt, welche Ursachen diese Schmerzen haben. Seitdem tanze ich mein Leben. Ich bin keine Tänzerin, ich bin eine Künstlerin, die das Verhältnis zwischen Leben und Kunst in ihrem Werk infrage stellt. Ich möchte den Menschen, die "schweigend" unter Schmerzen leiden, durch meine Kunst helfen.

Aber teilnehmen kann jeder.


Während des Workshops werde ich die Teilnehmer für meine nächste Ausstellung fotografieren und filmen.

Teaser


Pressemitteilung


Warum tut mir mein Körper weh?


Diese Frage stellt sich fortwährend die kubanisch-münchnerische Künstlerin Elvira Rodriguez Puerto, die uns immer wieder mit einer neuen Idee bei der Umsetzung ihrer Projekte überrascht. 2010 zog sie uns in ihren Bann, indem sie 1010 Frauen in Pergamentpapier kleidete und fotografierte. Das Ergebnis war jüngst im Textilmuseum von Augsburg zu sehen. Vor kurzem wurde sie dann von einem ihrer Models gebeten, ein Fotoprojekt über Frauen mit Krebs zu machen, aber Elvira, die in Ihren Arbeiten den Zusammenhang zwischen Leben und Kunst hinterfragt, fand zu diesem Zeitpunkt nicht den richtigen Ansatz, dieses Thema in ihr Werk einzubinden. Als sie im Zusammenhang mit ihren künstlerischen Tätigkeiten Japan bereiste, bekam sie so starke Schmerzen, dass sie nicht mehr gehen konnte. Das war für sie der Moment, da sie sich darauf zurückbesann, dieses körperliche Empfinden als Ausdruck

jeglicher Form von Abwehr zu sehen.


Elvira lebt nun schon zehn Jahre im Exil, Kuba ist schmerzlich präsent in ihrem Leben in München, das sie mit ihrer Kunst jeden Tag aufs Neue erfindet, es läuft, läuft auch nicht, doch sie hat angefangen zu tanzen, jedoch auf andere Weise zu tanzen, den „Tanz der Schmerzen“. Ausgehend von ihrer Begegnung mit dem Butoh Tanz und dem Lehrer Tadashi Endo, hat sie einen Zyklus von Tanzworkshops für Personen, die wie sie unter Schmerzen leiden, ins Leben gerufen.


Es ist ein Kunstprojekt, eines, das befreit, mit dem sie einen Raum schafft für die Menschen, die nicht mehr über das Thema sprechen, sondern es auf andere Weise bewältigen wollen, indem sie eben gemeinsam mit ihr tanzend und darstellend sich ausdrücken. So können all diejenigen Personen teilnehmen, die einen Bezug zu diesem Thema haben, aber auch solche, bei denen dies nicht der Fall ist, ganz egal ob sie tanzen können oder schauspielerische Erfahrung mitbringen.


Während des Workshops wird Elvira die Teilnehmer fotografieren und filmen und ihnen so die Möglichkeit geben, sich selbst von außen wahrzunehmen. Später will sie dieses Thema auch zum Gegenstand einer Ausstellung machen. Das Ganze ist Lebens- und Kunstprojekt zugleich, denn momentan ist der Künstlerin einzig und allein daran gelegen, ihre Kunst zu machen und damit anderen Personen zu helfen. Die Premiere des Workshops war am 01. August 2015.


Im Oktober beginnt dann eine ganze Reihe regelmäßig stattfindender Workshops.